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Uhrenlexikon

Malteserkreuzstellung
-> Stellung
Ein spezieller Typ von Stellung; ihre Bezeichnung rührt von einem dabei verwendeten Zahnrad in Malteserkreuz-Form her.

Manufaktur
Hersteller, der sowohl das Werk als auch die weiteren wesentlichen Teile der Uhr selbst anfertigt. (Ein recht umstrittener Begriff, da er eine exklusive Auslese unter den zahlreichen Anbietern herbeiführt. Deshalb sehr begehrt und aus Werbegründen gerne beansprucht, obwohl nicht immer zu Recht. Man rechnet heute im strengen Sinn nur ca. 13 Hersteller zu dieser Gattung, darunter: Patek Philippe, Vacheron & Constantin, Audemars Piguet, Rolex, Jaeger-LeCoultre, Piaget, Girard-Perregaux, Zenith, Lange, IWC, Glashütte, Minerva, Universal Genève, seit neuestem auch Chopard).

Mechanische Uhr
Klassischer Uhrentyp ohne elektronisches Schwingungssystem.

Meridiane
-> Längengrade
 
Messing
Kupfer-Zink-Legierung, die seit etwa der Mitte des 16. Jahrhunderts für die Anfertigung von Teilen des Uhrwerkes und Gelegentlich auch der Gehäuse benutzt wird.

Mikrorotor
Kompakter Schwungrotor einer Automatikuhr, der durch seinen kleineren Durchmesser in das Uhrwerk integriert werden kann und dadurch die Gehäusehöhe voll ausnutzen kann.

Mineralglas
Mineralisches Uhrglas (Härte 5 Mohs), nicht kratzfest.

Minute (lat. minuere = vermindern)
Der 60. Teil einer Stunde und der 1440. Teil eines Tages. Die gleiche Teilungen gelten auch für die Sternzeit. Die Teilung zu 60 Minuten oder 60 Sekunden wie auch die des Kreises zu 360 Grad sind Relikte des babylonischen Sexagesimalsystems, das auf den Zahlen 1 bis 60 beruhte.

Minutenkranz
-> Minuterie

Minutenrohr
-> Zeigerwerk
Auf ihm sitzt der Minutenzeiger.

Minuterie
Auf dem Zifferblatt umlaufende Einteilung der Minuten, oft zwischen zwei Kreise eingefaßt (‘Eisenbahnminuterie = sieht aus wie Eisenbahnschienen) und teilweise mit ‘5’-Minutenzahlen versehen.

Missweisung
= magnetische Missweisung oder Deklination. Abweichung der Magnetnadel im Kompass von der Nord-Südlinie, bedingt durch die unterschiedlichen Orte des geographischen und des magnetischen Nordpols. Da der magnetische Pol mit dem magnetischen Feld der Erde wandert, ändert sich auch die Abweichung der Magnetnadel im Kompass im Lauf der Zeit.

Mitteleuropäische Zeit (MEZ)
-> Greenwicher Zeit
Mittlere Ortszeit (Zonenzeit) des 15. Längengrades, der u.a. bei Falun, durch Görlitz, Zagreb und Südkalabrien verläuft. Sie gilt u.a. für Deutschland, Österreich, Schweden und Italien.

Mittlere Zeit
-> Wahre Zeit
-> Zonenzeit
 
Mondalter
-> Mondphase
Die seit dem letzten Neumond verflossenene Zeit, sie wird in den meisten Uhren in Tagen angegeben.
 
Mondphase(-Anzeige)
Gibt die Phasen/den Stand des Mondes als Bild und/oder Zahl an (Mondalter: 1 bis 29,5 Tage). Dies erfolgt meist, schon bei frühen Großuhren, gelegentlich auch Taschenuhren, mit Hilfe einer hinter einem Ausschnitt bewegten, meist bemalten Scheibe.

Mondphasenuhr
Zusätzlich zur Uhrzeit wird auch die Mondphase angezeigt.

Monduhren
Meist in Form von Umrechnungsscheiben auf Sonnenuhren, dienen dem Ausgleich der Verspätung des Mondes gegenüber der Sonne um 48’ täglich.

Mono-Rattrapante
Aufgrund des geringeren Bauaufwandes preisgünstigere Variante des Schleppzeiger-Chronograph bzw. Rattrapante mit nur einem Stoppzeiger und zwei Chronographen-Drückern. Beim Festhalten des unteren Drückers hält der Stoppzeiger an, um die Zwischenzeit abzulesen, und springt beim Loslassen an die Position, die er beim Weiterlaufen ohne Stop eingenommen hätten. Das mögliche Differenzintervall beträgt dadurch maximal 60 Sekunden.

Montre (franz.)
-> Kleinuhr

Mysterieuse
Tischuhren mit einem zunächst nicht erkennbaren, unsichtbaren Antrieb der Zeiger oder des Pendels.
Die von Robert Houdin (1805 – 1871) vervollkommneten Uhren besitzen eine sich drehende Glasscheibe mit einem darauf befestigten Zeiger, die über eine an ihrem Rand verdeckt angebrachte Zahnung angetrieben wird. Eine zweite feststehende Glasscheibe trägt den Zifferring.
2. Bei Figurenuhren als Mysterieuse ist zunächst nicht erkennbar, wodurch das Pendel angetrieben wird. Die Pendel haltende Figur erfährt aus dem Werk ein winziges Kippmoment, das das Pendel zum Schwingen bringt.
Uhr als komplettes schwingendes Pendel ohne sichtbaren Antrieb auf zwei Lagern, z.B. auf dem Arm einer Figur, das so gewichtsmäßig ausbalanciert ist, daß durch ein kleines Pendel im Innern des Uhrgehäuses die komplette Uhr schwingt.