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Uhrenlexikon

Waag
Der früheste Gangregler von Räderuhren mit mechanischer Hemmung. Die Waag besteht aus einem senkrecht an der Spindel angebrachtem Balken mit gezahnten Schenkeln, auf denen je ein Reguliergewicht verschiebbar angebracht ist. Ursprünglich bei den mittelalterlichen Turmuhren und Türmeruhren gebräuchlich.

Wahre Zeit
Sonnenuhren zeigen die Wahre Zeit, Räderuhren die Mittlere Zeit. Die wahre Zeit ist kein konstantes Zeitmaß und wird von der unterschiedlichen Entfernung von Sonne und Erde während des Jahres bestimmt. Die Abweichung von der Mittleren Zeit beträgt bis zu + 16 Minuten.

Wanduhr
Im Gegensatz zu einer Konsoluhr ein Werk mit Aufhängeöse und Abstandsdorne, das direkt an der Wand hängt.

Wanduhr
-> Carteluhr
-> Regulator
-> Schwarzwalduhr
Zusammenfassende Bezeichnung für die in Innenräumen benutzte und an der Wand befestigte Großuhren, häufig mit einem Schlag- und Weckerwerk. Solch Uhren haben meist Gewichtsantrieb, seit dem Ende des 17. Jahrhunderts ein Pendel. Selten sind sie federgetrieben.

Warnung
-> Schlagwerksauslösung
Bevor das Schlagwerk zur richtigen Zeit ausgelöst wird, wird ein Hebel vom Gehwerk gehoben und die Räder des Schlagwerks drehen etwas vor, damit genau zur richtigen Zeit der Schlag erfolgt.

Wassernasen
Wie an Strebepfeilern gotischer Bauwerke wurden die geschmiedeten Eckpfeiler der Konsoluhren mit Wassernasen oder Wasserschlägen verziert. Die Form der Wassernasen verändert sich je nach Hersteller und Herstellungszeit. Oft sind sie durchbohrt und unten offen wie bei Liechti-Uhren. Nach dem Ende des 16. Jahrhunderts tauchen sie nicht mehr auf.

Wasseruhren
Das aus einem Gefäß in ein anderes abtropfende Wasser zeigt mit seinem sinkenden oder steigenden Spiegel den „verflossenen“ Zeitraum an.

Watch (engl.)
-> Kleinuhr

Watch Paper
(englisch) Taschenuhrpapier
Watch Papers sind runde Papierscheiben mit Namensaufdruck, die als Werbeträger der Uhrmacher und Uhrenverkäufer dienten. Sie liegen gewöhnlich in der rückwärtigen Schale des Übergehäuses. Hauptsächlich wurden sie in England verwendet. Manchmal kann die Geschichte der Uhr anhand der übereinanderliegenden Papiere genau nachverfolgt werden.

Weckerstellscheibe
-> Stundenrohr
Scheibe mit Auslösestift und einer Röhre, die über das Stundenrohr gesteckt ist. Die mit den Stundenziffern versehene Scheibe ist drehbar und ermöglicht so die Einstellung der gewünschten Weckzeit. Eine am Auge des Stundenzeigers angebrachte Spitze gibt die eingestellte Weckzeit an.

Welle
-> Räderwerk
Stange, auf der mindestens ein Zahnrad sitzt, und die sich starr mit dem Zahnrad in ihren beiden Lagern der Platinen dreht.

Weltzeituhr
-> Zonenzeit
Zeitmesser, der die Zonenzeiten der Erde an verschiedenen Orten anzeigt.

Wendekreise
Nördlichster und südlichster Breitengrad (bei jeweils 23°27’), über dem die Sonne mittags jeweils zur Sonnenwende noch senkrecht im Zenit steht.

Werkgestell
-> Platinen
-> Prisma
Ein Gestell zur Befestigung und Lagerung des Uhrwerkes. Es besteht aus den Werkplatten (Platinen) und den Pfeilern, die die Werkplatte tragen.

Werkplatte
-> Platine
-> Werkgestell

Wiener Schlag
-> Schlagfolgen
-> Schlagwerk

Windfang
Geschwindigkeitsregler beim Schlagwerk. Eine Masse, meistens in Form von Blechstreifen, an der letzten Achse des Räderwerks angebracht; wirkt wie eine Luftbremse und verlangsamt den Ablauf des Schlagwerks. Bei den Konsoluhren war der Windfang ursprünglich außerhalb der Lagerbänder angeordnet, bei den Renaissance-Uhren wurde er zwischen den Lagerbändern oder Platinen mit dem Räderwerk integriert.

Windrose
Markierung der Himmelsrichtungen am Boden eines Kompasses. Wird die Nordmarkierung nach der Spitze der Kompaßnadel ausgerichtet, sind die Himmelsrichtungen ersichtlich. In der Windrose sind die Himmelsrichtungen oft durch die Namen der Hauptwinde in griechischer, lateinischer oder italienischer Sprache bezeichnet: Nord = Boreas (griech.), Septentrio (lat.) oder Tramontana (ital.); Ost = Apeliotes (griech.), Subsolanus (lat.) oder Levante (ital.); Süd = Notos (griech.), Auster (lat.) oder Mezzodi (ital.); West = Zephyros (griech.), Occidens (lat.) oder Ponente (ital.). Häufig sind auch die lateinischen Bezeichnungen Oriens für Ost und Meridies für Süd zu finden.